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Differenzierung

Die individuellen Lernbedürfnisse und gesellschaftlichen Anforderungen machen ein differenziertes Bildungswesen notwendig.

Kinder unterscheiden sich u. a. in ihrer Lernfähigkeit, Lerngeschwindigkeit und Leistungsbereitschaft, in ihrem Vorwissen, ihren Interessen und ihrer Konzentrationsfähigkeit, in ihrer Verstehens- und Sprachkompetenz, sowie in ihrem Sozialverhalten.

Differenzierung umfasst die Förderung des bewussten und selbständigen Lernens und Handelns.

Eine Differenzierung des Unterrichtes kann durch die Differenzierung von organisatorischen Strukturen, von Lernbereichen, Lernzielen, Lehr- und Lernmethoden sowie Lehr- und Lernmitteln erfolgen.

Die Arbeit in der GS setzt in hohem Maße Differenzierung voraus. Schüler mit allen möglichen Begabungen, unterschiedlichem Leistungswillen und ganz verschiedener Motivation zum Lernen sind in einer Gruppe zusammen. Sie sollten die Möglichkeit erhalten, ihren Fähigkeiten, Begabungen und Talenten entsprechend gefördert zu werden.

 

Äußere Differenzierung ist dann gegeben, wenn eine Schülergruppe nach bestimmten Differenzierungskriterien in relativ homogenen Lerngruppen längerfristig eingeteilt und räumlich getrennt voneinander unterrichtet wird.

An unserer Schule findet äußere Differenzierung in Form von unterschiedlichen Fördergruppen statt. In den Klassen 1 und 2 gibt es Fördergruppen der Sozialpädagogin in den Bereichen Motorik/ Wahrnehmung/ Konzentration. Zusätzlich werden Gruppen von wenigen Kindern in den Bereichen Mathematik und Deutsch durch eine ehrenamtlich arbeitende Kraft gefördert. In der Stufe 3/4 findet regelmäßiger Förderunterricht in Deutsch und Mathematik für leistungsschwache und leistungsstarke Kinder statt.

 

Innere Differenzierung (Binnendifferenzierung, Unterrichts-differenzierung) wird als unterrichtsorganisatorische Maßnahme mit bestimmten pädagogischen Intensionen innerhalb einer heterogen zusammengesetzten, gemeinsam unterrichteten Lerngruppe angesehen.

 

Grundformen der Differenzierung

  • Differenzierung in der Lehrerhilfe.
    Der Lehrer sollte nach dem individuellen Bedarf der Schüler einen hohen Grad an Selbstständigkeit vermitteln.

  • Differenzierung im Niveau der Anforderungen oder im Lösungsweg der gestellten Aufgaben. Die Aufgaben werden so gestellt, dass eine einfachere oder anspruchsvollere Bearbeitung möglich  ist. Freigestellt für die Schüler sind:
    • Art der Darstellung
    • Lösungsweg
    • Verwendung von Anschauungsmaterial oder Lösungshilfen
    • Dauer der Lösungsfindung
  • Differenzierung in der Anzahl der Aufgaben
    Dies geschieht durch zusätzliche Aufgaben und freie Aufgabenwahl für schneller lernende Schüler. Langsam arbeitende Schüler bearbeiten einen geringeren Aufgabenumfang.
  • Differenzierung durch vielfältige Lernmaterialien
    Der Bedarf an Hilfen und Anregungen im Lernprozess ist bei den Kindern unterschiedlich. Durch ausgewählte Medien kann er individuell angemessen werden (Arbeitsblätter, Nachschlagewerke, Lernprogramme, audiovisuelle Lernmittel, Versuchsgeräte, Sachbücher etc.).

 

Konkrete Differenzierungsmaßnahmen im Unterricht

 

1. Deutsch

 

Die Differenzierungsmaßnahmen im Bereich Rechtschreibung und Lesen ergeben sich aus der Arbeit mit dem Konzept von Norbert Sommer-Stumpenhorst: „Die Arbeit mit dem Modellwortschatz [und weiteren Übungsformen]  vereinfacht das Erstellen individualisierter, auf die Kompetenz und Schwierigkeiten der einzelnen Schülerinnen und Schüler genau abgestimmter Übungen“ (N. Sommer-Stumpenhorst, Rechtschreiben lernen mit Modellwörtern, S. 52).

 

1. Schuljahr

Die Buchstaben werden von den Kindern in unterschiedlicher Reihenfolge und eigenem  Tempo erarbeitet (Hör-, Schreib- und Sehpass). Ebenso erfolgt das Lesen anhand von Leseaufgaben, die dem Lernstand angemessen sind (Lesepass).

2. Schuljahr

Rechtschreibpass: Modellwortschatz, Abschreibtexte, Sortieraufgaben, Wortart bestimmen

3. Schuljahr

Rechtschreibpass: siehe oben und weitere Übungen

4. Schuljahr

Rechtschreibpass: siehe oben und weitere Übungen

 

 

2. Mathematik

 

Das Mathematikwerk „Zahlenbuch“ folgt der Differenzierung im Niveau der Anforderungen oder im Lösungsweg der gestellten Aufgaben. Viele Aufgaben sollen alle Kinder bearbeiten. Auf fast jeder Seite gibt es Aufgaben zum Weiterdenken, die sogenannten „Igelaufgaben“. Vor allem leistungsstarke Kinder werden motiviert, sich mit diesen Aufgaben auseinanderzusetzen. Oft werden zusätzlich unterschiedliche Lösungswege besprochen und den Kindern bei der Bearbeitung freigestellt.

Leistungsschwächere Kinder müssen die Igelaufgaben nicht bearbeiten und es wird eine Reduzierung der Aufgabenanzahl sowohl im Unterricht als auch bei den Hausaufgaben vorgenommen. Diese Kinder erhalten eine besondere Beratung bei der Entscheidung über ihre Lösungswege.

Eine weitere Differenzierung in der Anzahl der Aufgaben ist die freie Bearbeitung von Zusatzübungsmaterial: „Das Übungsheft“ (Keller-Pfaff). Die Kinder arbeiten darin in eigenem Tempo und nach jeweiliger Leistungsfähigkeit. Leistungsstarken Kindern wird danach die Anschaffung eines weiteren Übungsheftes empfohlen (Beispiel für das 1. Schuljahr: „Ein mal Eins ist immer Eins, Denkaufgaben für die 1. Grundschulklasse“).

Für leistungsstarke Kinder steht in den Klassen weiteres herausforderndes Material zur Verfügung: zum Beispiel die  Klaro-Sachkartei. In der Eingangsstufe können einzelne Kinder an Aufgaben des folgenden Schuljahres arbeiten, indem ihnen teilweise das Material des nächsten Schuljahres zur Verfügung gestellt wird. Im Computerraum arbeiten die Kinder an den Lernprogrammen „Blitzrechnen“ und „Matheland“, in denen die Kinder ihrem Leistungstand angemessene Aufgaben bearbeiten können. Diese finden sie entweder selbst oder sie werden vom Lehrer oder von der Lehrerin beraten. Damit findet eine Differenzierung durch vielfältige Lernmaterialien statt.

 

 

3. Sachunterricht

 

Im Sachunterricht werden schriftliche Arbeitsaufträge in der Eingangsstufe grundsätzlich differenziert. Meist können die Aufgaben durch Malen und durch Schreiben gelöst werden, so dass die Kinder selbstständig Lösungen ihrer eigenen Leistungsfähigkeit entsprechend finden können.

Innerhalb einer Werkstatt wählen die Kinder aus einem fächerübergreifenden Angebot an Aufgaben zu einem sachunterrichtlichen Thema aus. Die Aufgaben sind in ihrem Schwierigkeitsgrad gekennzeichnet. Die Kinder schätzen ihre Leistungsfähigkeit selbst ein und wählen Aufgaben. Sie werden dabei von der Lehrerin oder dem Lehrer beraten.

 

 

Alle Bemühungen der inneren Differenzierung dienen der ermutigenden Erziehung und zielen auf eine individuelle und soziale Förderung  des jungen Menschen hin.

Die Differenzierung lässt zu, dass Kinder grundlegende Ziele auf unterschiedlichem Niveau in unterschiedlichen Zeiten und auf unterschiedlichen Wegen erreichen.

Innere Differenzierung kann die Gemeinsamkeit des Lebens und Lernens  und die Kooperationsmöglichkeiten, sowie die sozialen Bezüge in einer Klasse fördern.
Sie versucht, den Lernvoraussetzungen jedes einzelnen Kindes gerecht zu werden, jedem  Kind zum individuellen Leistungsniveau zu verhelfen.